Pressemitteilung der Hauptkirche St. Katharinen v. 01.09.2025


Pressemitteilung der Hauptkirche St. Katharinen v. 01.09.2025
Restaurierung der großen Gloria-Glocke der Hauptkirche St. Katharinen
Am 1. September 2025, um 8.30 Uhr wurde die schwerste, historische Großglocke Norddeutschlands mit einem Kran aus dem Turm der Hauptkirche St. Katharinen gehoben. Die 399 Jahre alte Gloria-Glocke wird zu Restaurierungszwecken in die Niederlande gebracht.
Um die Glocke mit einem Durchmesser von 2,17 Metern und einem Gewicht von 6,5 Tonnen aus dem Turm zu heben, mussten die Brüstung vor dem Westfenster sowie das Glockengeschoss-Fenster selbst abgebaut werden. Der Turm von St. Katharinen ist zu diesem Zweck seit Anfang August bis zum Glockengeschoss eingerüstet. Im Zuge der Glockensanierung werden bis zum Jahresende auch der Glockenstuhl sowie die Läuteanlage erneuert. Das Geläut ist seit Mitte August und bis zum Abschluss der Arbeiten stillgelegt.
All diese Maßnahmen, für die ca. 750.000 Euro veranschlagt sind, werden allein durch Spenden möglich: „Die Rettung der Gloria-Glocke liegt vielen Hamburgerinnen und Hamburgern am Herzen. Dies durften wir durch die große Unterstützung unserer Spender erfahren, für die ich unendlich dankbar bin. Wie für die wundervolle Förderung der Dorit & Alexander Otto Stiftung, die uns bereits bei der umfangreichen Kirchensanierung unterstützt hat. Mit ihrer Spende von über 300.000 Euro hat sie unser Glocken-Projekt einen wesentlichen Schritt vorangebracht“, so Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann.
„Die Gloria-Glocke ist ein kostbares Kulturgut und Symbol für Gemeinschaft und Hoffnung. Es ist uns ein Herzensanliegen, dass der Klang der Glocke die Menschen auch in Zukunft wieder erfüllt und verbindet“, sagt Dorit Otto, Vorstandsvorsitzende der Dorit & Alexander Otto Stiftung.
Auch die G. u. L. Powalla Bunny’s Stiftung, Dr. Johann Killinger, F. Laeisz im Rahmen ihres 200-jährigen Jubiläums sowie die Bärbel und Peter Hoerner Stiftung fördern die Restaurierungsarbeiten. „Sie haben mit ihren großzügigen Spenden dazu beigetragen, dass unsere Glocke für weitere Jahrhunderte läuten kann – und natürlich zahlreiche weitere Spenderinnen und Spender, denen ich von Herzen danke“, sagt Dr. Ulrike Murmann.
Die Gloria-Glocke ist die tontiefste und letzte historische Großglocke aus der Zeit vor dem großen Band im Jahr 1842. Sie konnte wegen eines 1,20 Meter langen Risses schon seit Jahren nicht mehr erklingen. Dieser wird nun in der Glockengießerei Eijsbouts in Asten in den Niederlanden aufwendig repariert. Im Turm wird zudem der Stahl-Glockenstuhl durch einen aufwendig konstruierten Holzglockenstuhl ersetzt und eine fachgerechte Betonsanierung von Boden und Decke vorgenommen. Ende des Jahres sollen die Glocken wieder angebracht werden, damit zum 400. Geburtstag der Gloria-Glocke das vollständige Glockengeläut von St. Katharinen endlich wieder erklingen kann.
